
Das Tierheim APAYMA
Argamasilla de Alba
Die Situation vor Ort
Seit 1998 setzt sich der spanische Tierschutzverein APAYMA (Asociación Protectora de Animales y Medio Ambiente) Argamasilla de Alba für den Schutz und das Wohlergehen von Tieren ein.
Seit dem Jahr 2000 führt Tierschützerin Josefina Rodríguez Rubio das kleine Tierheim mit großem Engagement - gemeinsam mit Mitarbeiter Sidi, der seit 17 Jahren an ihrer Seite arbeitet.
Beide leisten Tag für Tag wertvolle Arbeit für Tiere in Not.
Das Gelände und Gebäude des Tierheims, eine ehemalige Perrera, wurde dem Verein von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt.
In den nun über 27 Jahren wurden dort keinerlei Renovierungen oder Reparaturen durchgeführt.
Die Unterbringung der Tiere ist entsprechend stark renovierungsbedürftig, die Arbeitsbedingungen sind schwierig, und dennoch geben Josefina und Sidi ihr Bestes, um jedem Tier eine Chance auf ein besseres Leben zu bieten.
Die öffentliche Unterstützung ist minimal - der jährliche Zuschuss der Stadt reicht gerade für das geringe Gehalt für Sidi.
Alles andere - Futter, medizinische Versorgung, Instandhaltung - muss aus Spenden und privater Hilfe finanziert werden.
Deshalb zählt jede Hilfe.
Mit deiner Unterstützung können wir die Situation vor Ort nachhaltig verbessern - für die Tiere, für die Menschen, die sich um sie kümmern, und für eine Zukunft, in der Tierschutz nicht vom Zufall abhängt.




Die Menschen im Tierheim APAYMA
Das Team um Tierheimleiterin Josefina ist momentan noch recht klein - aber es kommen
immer mehr Freiwillige hinzu, die im Tierheim arbeiten und den Tieren durch ihre Unterstützung helfen möchten.
Wenn auch du vor Ort mit anpacken möchtest und Teil des Teams sein willst, melde dich gern bei uns.
Rundgang durch das Tierheim
Unwetter im Tierheim - Juni 2025
Baubeginn des neuen Lagerraums
- Juli 2025
Erneut Unwetter im Tierheim
- August 2025
Josefinas Brief an die Öffentlichkeit
anlässlich des Kölner Galgo-Marsches 2026

Liebe Freundinnen und Freunde der spanischen Windhunde, liebe Menschen mit Herz,
mein Name ist Josefina Rodríguez Rubio. Ich leite das kleine Tierheim APAYMA in Argamasilla de Alba, in der Region Castilla-La Mancha.
Heute spreche ich zu euch mit Dankbarkeit – aber auch mit Schmerz, Wut und tiefer Verzweiflung. Gerade jetzt, am Ende der Jagdsaison, füllen sich unsere Zwinger wieder.
Jedes Jahr wiederholt sich die Geschichte der Hunde, die nun zu uns kommen. Während der Jagdsaison tauchen bereits ein paar von ihnen auf, und wenn Januar und Februar kommen, wenn die Jagdsaison endet, herrscht Chaos:
Täglich werden Hunde ausgesetzt, und Galgueros rufen an und sagen uns, sie wollen ihre Hunde nicht mehr.
Manche sagen: „Ich verschenke sie, das ist billiger, als sie zu erschießen. Ihr wisst ja, was ich mit ihnen mache, wenn ihr sie nicht nehmt.“
Es ist immer dasselbe, jedes Jahr. Sie behalten ihre trächtigen Hündinnen, und im nächsten Jahr haben sie schon wieder neues „Material“, und der Kreislauf beginnt von neuem.
So kommen sie zu uns, die Hunde, die monate- teilweise jahrelang treu gedient haben. Hunde, die gehorcht, gejagt, funktioniert haben. Und sobald sie nicht mehr „nützlich“ sind, werden sie behandelt wie unbrauchbar Möbelstücke, die man einfach entsorgt.
Ich kann und werde das nie verstehen. Wie kann ein Mensch einem Hund in die Augen sehen - Augen voller Vertrauen - und ihn dann einfach zurücklassen? Wie kann man so gefühllos, so unsagbar grausam sein? Jeder dieser Hunde fühlt Angst. Jeder leidet. Viele kommen verletzt, gebrochen - körperlich und seelisch.
Und wir, ein kleines Tierheim mit viel zu wenig Mitteln, versuchen jeden Tag, diese Scherben aufzusammeln. Manchmal sind wir müde. Manchmal verzweifelt. Und oft auch wütend – weil dieses Leid kein Unfall ist, sondern ein System. Diese Jäger haben ihre Lobby, sie stehen über dem Gesetz, denn wie ihr wisst, gelten Jagdhunde hier nicht als Lebewesen; sie sind Material, und sie können mit den armen Tieren machen, was sie wollen, ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Jagdbranche generiert viel Geld und Macht, und niemand will sie verlieren.
Aber wenn ich euch heute hier in Köln sehe, dann weiß ich:
Wir sind nicht allein. Euer Marsch, eure Stimmen und eure Solidarität geben diesen Hunden etwas zurück, das man ihnen genommen hat: Würde.
Bitte hört nicht auf, hinzuschauen. Bitte hört nicht auf, laut zu sein. Denn solange diese Hunde keine Stimme haben, müssen wir sie für sie sein.
Danke, dass ihr an ihrer Seite geht. Danke, dass ihr an unserer Seite steht.




